Thermografie
Die Thermografie wandelt unsichtbare Infrarotstrahlung in sichtbare Wärmebilder um. So erkennen wir Wärmebrücken, mangelhafte Dämmung und undichte Fenster, ohne etwas zu öffnen. Rote Bereiche zeigen Wärme, blaue Bereiche Kälte.
Warum ist uns das bei der Fenstersanierung so wichtig?
Im Grunde dreht sich alles um den Taupunkt. Das ist die Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist und überschüssige Feuchtigkeit als Wasser abgibt. Die Feuchtigkeit in der warmen Raumluft setzt sich also auf den zu kalten Oberflächen der Gebäudehülle ab. Deshalb muss die Dachfläche rund um ein Fenster einen besseren Dämmwert haben als das neue Dachfenster.
Bei alten Fenstern ist das meistens gegeben, weil die Verglasung schlecht dämmt. Im Winter sehen Sie das am Kondensat auf der Glasfläche: Der Taupunkt liegt auf der Scheibe.
Bei neuen Fenstern bildet sich viel weniger Kondensat, weil die Glasfläche deutlich wärmer ist. Gibt es nun Lücken in der umlaufenden Dämmung oder ist die alte Dämmung durch ständige Feuchtigkeit zusammengefallen, kann die Dachfläche oder die Laibung kälter werden als das neue Fenster. Der Wasserdampf legt sich dann nicht mehr auf die Scheibe, sondern auf diese kalten Stellen. Die Wahrscheinlichkeit von Schimmel ist dann sehr hoch.
Unser Fazit
Nach einer Fenstersanierung sollte das neue Fenster der kälteste Punkt im Raum sein. Vergessen Sie einmal das Lüften, darf sich ruhig Kondensat auf dem Glas ablegen. Dort lässt es sich einfach abwischen und verursacht keine Schäden.
Aus unserer Sicht ist es bei einer Fenstersanierung unerlässlich, die Dämmung um das Fenster zu kontrollieren, zu ergänzen oder zu erneuern. Die Thermografie zeigt uns den Zustand der Gebäudehülle, ohne dass wir an verschiedenen Stellen öffnen müssen.
Regelmäßig lüften, auch im Winter
Vor der Sanierung gelangte mit der warmen Raumluft viel Feuchtigkeit nach draußen. Das verhindert nun der luft- und dampfdichte Anschluss. Lüften wird nach einer Fenstersanierung deshalb noch wichtiger, damit sich kein Schimmel einschleicht.
Weitere Vorteile der Thermografie
- Findet durchlässige Fenster und Türen
- Beugt Schimmel vor, weil sie feuchte Stellen erkennt
- Erkennt Leckagen in Wasserrohren, zum Beispiel in der Fußbodenheizung
- Weist auf Sanierungsbedarf hin
- Hilft, steigende Kosten und Folgeschäden zu vermeiden
- Verhindert Energieverschwendung
Was man vielleicht doch wissen sollte
Kältebrücke oder Wärmebrücke?
Wärmebrücke ist der physikalisch korrekte Begriff, Kältebrücke sagt man nur umgangssprachlich. Es fließt keine Kälte von außen nach innen, sondern Wärme von innen nach außen. Kälte ist keine Form von Energie, nur die Abwesenheit von Wärme.
U-Wert und Lambda-Wert
- Lambda-Wert (λ): Beschreibt die Wärmeleitfähigkeit eines einzelnen Materials.
- U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient): Beschreibt den gesamten Wärmestrom durch einen mehrschichtigen Bauteilaufbau, zum Beispiel eine Wand oder ein Dach.
Der U-Wert gibt an, wie viel Watt pro Quadratmeter und pro Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen durch ein Bauteil gehen. Seine Einheit ist W/(m²K). Je niedriger der U-Wert, desto besser dämmt das Bauteil.
Häufige Fragen zur Thermografie
Was zeigt eine Thermografie?
Sie wandelt unsichtbare Infrarotstrahlung in sichtbare Wärmebilder um. So erkennen wir Wärmebrücken, mangelhafte Dämmung und undichte Fenster, ohne etwas zu öffnen. Rote Bereiche zeigen Wärme, blaue Bereiche Kälte.
Warum kann nach einem Fenstertausch Schimmel entstehen?
Bei neuen Fenstern ist die Glasfläche deutlich wärmer. Gibt es Lücken in der Dämmung, kann die Dachfläche oder die Laibung kälter werden als das neue Fenster. Der Wasserdampf legt sich dann nicht mehr auf die Scheibe, sondern auf diese kalten Stellen.
Ist Kondensat auf der Scheibe schlimm?
Nach einer Fenstersanierung nicht, wenn Sie einmal das Lüften vergessen. Auf dem Glas lässt es sich einfach abwischen und verursacht keine Schäden. Deshalb sollte das neue Fenster der kälteste Punkt im Raum sein.
Muss ich nach der Sanierung mehr lüften?
Ja, auch im Winter. Vor der Sanierung gelangte mit der warmen Raumluft viel Feuchtigkeit nach draußen. Das verhindert nun der luft- und dampfdichte Anschluss.
Was findet die Thermografie außerdem?
Durchlässige Fenster und Türen, feuchte Stellen und Leckagen in Wasserrohren, zum Beispiel in der Fußbodenheizung.